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"Der schwarze Thron - Die Schwestern" • Kendare Blake

Mai 25, 2017




Klappentext


Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …



Der erste Satz

"Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt."



Fazit



Mit dem Einstieg in das Buch hatte ich einige Schwierigkeiten. Ich bin leider nicht nur schlecht in die Geschichte gekommen, da es für mich viel zu viele Namen auf einmal waren, sondern fand mich plötzlich auch mitten in einer Handlung wieder, in der ich mich nur schwer zurecht finden konnte. Es war, als ob man mitten in ein Gespräch platzt. Hier hätte ich mir als Leserin einen leichteren Einstieg mit einigen Erklärungen gewünscht.

Den Schreibstil von Kandare Blake fand ich weitestgehend in Ordnung. Er ist durchaus verbesserungswürdig, da häufig Schachtelsätze verwendet wurden, die meinen Lesefluss gestört haben. Auch die vielen verschiedenen Namen von Orten und Charakteren war nicht unbedingt förderlich. Bis zum Schluss hatte ich bei einigen Namen Probleme mit der Zuordnung. Gut hingegen fand ich die wechselnde Perspektive, jeweils aus Sicht einer der drei Schwestern. So ist es mir als Leserin gut gelungen, einen Blick in die Gedanken und Gefühle von jeder Einzelnen werfen zu können.



 » Luca hat ihr gesagt, dass sie damit rechnen müsse. Dass die Träume ihr den Weg weisen würden. Doch vor der überwältigenden Furcht, die mit ihnen einhergeht, hat die Hohepriesterin sie nicht gewarnt. « 
Seite 117


Sehr gut gelungen sind der Autorin auch die Charaktere des Buchs. Diese sind gut durchdacht und in sich stimmig. Jeder von ihnen hat seine ganz persönliche Note verpasst bekommen, wodurch ihnen Leben eingehaucht wird. Ich kann bis zum Schluss immer noch nicht sagen, welche der drei Schwestern mir die Liebste ist, da sich immer wieder neue Seiten an ihnen auftaten.

Die Handlung der Geschichte war mir an vielen Stellen etwas zu langatmig und ausschweifend. Ich habe mich stellenweise gelangweilt, weil einfach nichts wirklich spannendes passiert ist. Hier hätte man meiner Meinung nach einiges kürzen oder gar weglassen können. Andere Stellen hingegen waren sehr spannend und fesselnd, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und immer weiter und weiter lesen musste. Gerade zum Ende hin haben sich viele Ereignisse überschlagen und mich als Leserin sehr gepackt.

Die Geschichte nimmt ein überraschendes Ende, welches sich so im Verlauf der Handlung in keiner Weise angedeutet hat; um nicht zu spoilern, will ich auf dieses natürlich nicht inhaltlich eingehen. Es ist definitiv ein Cliffhanger, der einen sofort weiterlesen lassen möchte. Hier ist allerdings Geduld angebracht, da der zweite Band noch nicht erschienen ist. Gerade unvorhersehbare Enden finde ich persönlich am schönsten. Immer wieder habe ich mir gedacht, dass es doch nochmal einen großen Knall geben muss. Dass irgendetwas noch passiert. Aber diese Art von Wendung habe ich nicht erwartet.
Zusammenfassend kann ich für mich also eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen, für all diejenigen, die kein Problem mit Längen haben.


3 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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